
Massenflucht aus der CDU: Stadtverband rebelliert gegen Merz' Kuschelkurs
Ein politisches Erdbeben erschüttert die CDU: Der Stadtverband Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern vollzieht einen beispiellosen Exodus. Nicht weniger als 23 langjährige Mitglieder haben ihrer Partei den Rücken gekehrt - ein deutliches Signal des Unmuts gegen den Kurs von Parteichef Friedrich Merz.
Basis kocht vor Wut: "Können uns nicht mehr verbiegen"
Die Stimmung an der Basis gleicht einem Pulverfass. Lars Zacher, bis vor kurzem noch zweiter Vize-Chef des Stadtverbands und Mitglied des Rostocker Kreistags, findet deutliche Worte: Die Basis sei mehr als unzufrieden. Jahrelang hätten die Mitglieder loyal zur Stange gehalten, doch nun sei das Maß voll. Die Diskrepanz zwischen Wahlversprechen und tatsächlicher Politik sei nicht mehr zu rechtfertigen.
Verrat an konservativen Grundwerten
Besonders bitter stößt den Parteirebellen die schleichende Aufweichung konservativer Grundpositionen auf. Die faktische Preisgabe der Schuldenbremse, das Einknicken beim Klimaschutz mit der Verankerung der Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz und eine zu lasche Migrationspolitik - die Liste der Kritikpunkte ist lang. Die CDU-Führung scheint in den Augen der Basis ihre Prinzipien für machtpolitisches Kalkül zu opfern.
Merz in der Kritik: Zu viel Anbiederung an Links-Grün
Zwar sehen die Kühlungsborner in Friedrich Merz grundsätzlich den richtigen Mann an der Spitze, doch sein taktisches Schielen nach links wird als fataler Fehler eingestuft. Der Versuch, sich die Gunst der Grünen zu erkaufen, habe in der Basis viel Porzellan zerschlagen. Die einstige Hoffnung auf eine Rückbesinnung zu traditionellen konservativen Werten scheint endgültig zerplatzt.
Totaler Zusammenbruch des Stadtverbands
Die Austrittswelle hat dramatische Folgen: Der Stadtverband steht vor dem Aus. Vorstand und Fraktion sind nahezu vollständig demontiert, die arbeitsfähigen Strukturen zusammengebrochen. Eine Neuaufstellung mit den verbliebenen Mitgliedern erscheint illusorisch. Einige der Ausgetretenen erwägen bereits den Wechsel zu anderen Parteien oder gar die Gründung einer neuen politischen Formation.
Ein Weckruf für die CDU-Führung?
Der Massenexodus von Kühlungsborn könnte sich als Vorbote einer größeren Bewegung erweisen. Die Unzufriedenheit mit dem Merz-Kurs gärt auch in anderen Verbänden. Die CDU-Führung täte gut daran, diese Warnsignale ernst zu nehmen. Die Partei droht ihre konservative Kernwählerschaft zu verlieren, wenn sie weiter versucht, es allen recht zu machen und dabei ihre eigentlichen Werte verrät.
Der Fall Kühlungsborn zeigt exemplarisch die tiefe Kluft zwischen Basis und Führung. Es wird sich zeigen, ob die Parteispitze die Zeichen der Zeit erkennt oder weiter auf ihrem Kurs der Beliebigkeit beharrt. Für viele treue Konservative scheint die CDU jedenfalls nicht mehr ihre politische Heimat zu sein.
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