
Gold erreicht neues Allzeithoch - Trump's Zollpolitik und geopolitische Spannungen treiben Edelmetall auf Rekordkurs
Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: steil nach oben. Am Donnerstag kletterte die Notierung für eine Feinunze des gelben Edelmetalls auf knapp 3.056 US-Dollar - ein historischer Höchststand. Damit setzt sich die beeindruckende Rallye der vergangenen Wochen ungebremst fort.
Trump's Zollpolitik verunsichert die Märkte
Als wichtiger Kurstreiber erweist sich einmal mehr die unberechenbare Politik des ehemaligen und möglicherweise künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Mit der Ankündigung drastischer Importzölle von 25 Prozent auf Automobile und Autoteile hat er die Märkte in helle Aufregung versetzt. Die daraus resultierende Verunsicherung treibt Anleger verstärkt in den "sicheren Hafen" Gold.
Notenbanken als wichtige Goldkäufer
Die renommierte US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre ohnehin schon optimistische Goldpreisprognose noch einmal nach oben korrigiert. Die Analysten erwarten zum Jahresende einen Goldpreis von 3.300 Dollar. Als Hauptgrund führen sie die massiven Goldkäufe der Notenbanken ins Feld. Insbesondere Schwellenländer stocken ihre Goldreserven deutlich auf - ein klares Signal für den schwindenden Einfluss des US-Dollars als Weltleitwährung.
Geopolitische Krisen befeuern Goldrallye
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen erweisen sich als zusätzlicher Preistreiber. Der nicht enden wollende Krieg in der Ukraine und die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten lassen Investoren verstärkt nach Absicherung suchen. Gold erfüllt dabei traditionell die Rolle als Krisenwährung und Inflationsschutz.
US-Notenbank hält Tür für Zinssenkungen offen
Rückenwind erhält der Goldpreis auch von der US-Notenbank Federal Reserve. Die Währungshüter haben weitere Zinssenkungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Niedrigere Zinsen machen Gold, das selbst keine Zinsen abwirft, für Anleger attraktiver.
Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr: In Zeiten wachsender Unsicherheit und schwindenden Vertrauens in das globale Finanzsystem erweist sich Gold als verlässlicher Wertspeicher. Die jahrtausendealte Tradition des Edelmetalls als ultimative Krisenwährung scheint auch im digitalen Zeitalter Bestand zu haben.
Hinweis: Der Handel mit Edelmetallen birgt Risiken. Die hier bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich ausführlich informieren, bevor er Anlageentscheidungen trifft.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik