
EU-Heuchelei: Gasimporte aus Russland steigen trotz Ukraine-Krieg
Die scheinheilige Doppelmoral der EU-Politik wird einmal mehr deutlich: Während man öffentlich vollmundig den Verzicht auf russische Energieimporte bis 2027 proklamiert, steigen die realen Gasimporte aus Russland im vergangenen Jahr um satte 18 Prozent. Besonders pikant: Ausgerechnet die EU-Schwergewichte Italien und Frankreich sowie Tschechien haben ihre Bezüge aus Russland deutlich ausgeweitet.
Leere Versprechungen statt konsequenter Haltung
Die ernüchternden Zahlen der Denkfabrik Ember sprechen eine deutliche Sprache: Sowohl Pipeline-Gas als auch Flüssigerdgas (LNG) aus Russland fließen weiterhin in beträchtlichen Mengen in die EU - und das, obwohl die Nachfrage gar nicht gestiegen ist. Noch absurder erscheint die Situation angesichts der Tatsache, dass die Gaspreise 2024 um fast 60 Prozent in die Höhe geschnellt sind.
Milliardengeschenke an Putins Kriegskasse
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen findet deutliche Worte für dieses Versagen: Die Summen, die seit Kriegsbeginn für russische fossile Brennstoffe ausgegeben wurden, würden ausreichen, um 2400 hochmoderne F-35-Kampfjets zu finanzieren. Eine schallende Ohrfeige für alle, die vorgeben, die Ukraine im Kampf gegen den russischen Aggressor zu unterstützen.
Fragwürdige Alternativen und gefährliche Abhängigkeiten
Statt in echte Alternativen wie erneuerbare Energien zu investieren, verschwendet die EU Milliarden in teure LNG-Kapazitäten, die nicht einmal ausgelastet sind. Die größten Gaslieferanten sind derzeit Norwegen und die USA - doch auch diese Abhängigkeiten bergen erhebliche Risiken. Die zunehmend angespannten diplomatischen Beziehungen zu den USA werfen bereits ihre Schatten voraus.
Das Versagen der deutschen Energiepolitik
Besonders bitter ist die Situation für Deutschland: Nach dem überhasteten Atomausstieg und dem ideologisch getriebenen Kampf gegen fossile Energieträger steht die größte Volkswirtschaft Europas nun vor einem energiepolitischen Scherbenhaufen. Die Ampel-Regierung hat es versäumt, rechtzeitig für verlässliche Alternativen zu sorgen.
Fazit: Dringender Handlungsbedarf
Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr das klägliche Versagen der EU-Politik. Statt konsequent auf Energieunabhängigkeit und den Ausbau eigener Kapazitäten zu setzen, verstrickt man sich in neue Abhängigkeiten. Die Leidtragenden sind die europäischen Bürger, die die Zeche für diese verfehlte Politik zahlen müssen.
Die Ukraine hat bereits reagiert und lässt seit dem Jahreswechsel kein russisches Erdgas mehr durch ihr Staatsgebiet passieren. Eine Haltung, von der sich die EU-Staaten eine Scheibe abschneiden könnten. Doch stattdessen werkelt die EU-Kommission an einem weiteren schwammigen "Fahrplan" zum Verzicht auf russische Energie - während die Importe munter weiterlaufen.
Die Denkfabrik Ember warnt zudem vor den Risiken einer kompletten Abkehr von russischem Gas - die Versorgungssicherheit wäre dann nicht mehr gewährleistet. Ein Armutszeugnis für die europäische Energiepolitik, die es über Jahre versäumt hat, sich breiter aufzustellen und echte Alternativen zu entwickeln.

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