
Deutsch-indischer Gipfel in Delhi: U-Boote, Auto-Zölle und Fachkräfte im Fokus
Der deutsch-indische Gipfel in Delhi markiert einen bedeutenden Moment in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Indien. Bundeskanzler Olaf Scholz, begleitet von vier seiner Minister, ist in der indischen Hauptstadt eingetroffen, um mit Premierminister Narendra Modi und dessen Kabinett über eine engere Zusammenarbeit zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen U-Boote, Auto-Zölle und die Anwerbung indischer Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt.
Mehr Fachkräfte aus Indien
Deutschland leidet unter einem massiven Fachkräftemangel, der das Wirtschaftswachstum erheblich bremst. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung 30 Maßnahmen beschlossen, um die Anwerbung indischer Fachkräfte zu erleichtern. Aktuell sind knapp 140.000 Inder in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, und diese Zahl soll weiter steigen. Die Maßnahmen umfassen digitale Visa, Deutschkurse, Jobmessen in Indien und eine gezielte Beratung indischer Studenten in Deutschland.
Freihandelsabkommen und Auto-Zölle
Wirtschaftsminister Robert Habeck setzt sich für ein begrenztes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ein. Besonders im Automobil- und Pharmasektor bestehen erhebliche Hürden. Wer fertig montierte Pkw nach Indien einführt, zahlt Aufschläge von bis zu 100 Prozent. Die EU möchte diese Zölle langfristig abschaffen, doch Indien sieht darin eine Gefahr für die heimische Produktion. Auch im Agrarsektor gibt es erhebliche Differenzen, da eine Öffnung des indischen Marktes für das Land erhebliche Verwerfungen auslösen könnte.
Kooperation im Sicherheitssektor
Ein weiterer Schwerpunkt des Gipfels ist die Zusammenarbeit im Sicherheitssektor. Indiens Streitkräfte sind derzeit überwiegend mit russischen Waffen ausgerüstet, was die Bundesregierung ändern möchte. Konkret geht es um die Produktion von sechs U-Booten für die indische Marine, an der sich Thyssenkrupp Marine Systems beteiligen könnte. Eine erste Absichtserklärung liegt bereits vor, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Indiens Rolle im Ukraine-Konflikt
Die engen Kontakte Indiens zu Russland sind für den Westen sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Premierminister Modi hat beim Gipfel der Brics-Staatengruppe in Kasan erneut seine Bereitschaft zur Vermittlung im Ukraine-Konflikt angeboten. „Wir unterstützen vollständig die schnellstmögliche Wiederherstellung von Frieden und Stabilität“, sagte Modi. Indien sei bereit, jede Art von Unterstützung zu leisten, um den Krieg zu beenden.
Der deutsch-indische Gipfel zeigt deutlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist. Während Deutschland auf indische Fachkräfte angewiesen ist, bietet Indien enorme wirtschaftliche Chancen. Doch es gibt auch erhebliche Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, insbesondere im Bereich der Zölle und der Sicherheitskooperation.
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