
Klimagipfel in Baku: Aserbaidschanischer Präsident verteidigt fossile Energieträger als "göttliches Geschenk"
In einer bemerkenswerten Wendung sorgte der Präsident des diesjährigen Weltklimagipfel-Gastgeberlandes Aserbaidschan, Ilham Aliyev, für Aufsehen. Entgegen der allgemeinen Klimaschutz-Agenda verteidigte er die Förderung fossiler Energieträger vehement als "Geschenk Gottes". Diese Aussage dürfte bei vielen Klimaaktivisten für Unmut sorgen.
Deutliche Worte des Gastgebers irritieren Klimaschützer
Aliyev stellte sich demonstrativ gegen den vorherrschenden Klimaschutz-Konsens und betonte, dass kein Land dafür kritisiert werden sollte, seine natürlichen Ressourcen zu nutzen. Mit einem durchaus provokanten Vergleich unterstrich er seine Position: Die Anklage wegen Ölförderung sei genauso absurd wie eine Kritik an den 250 Sonnentagen, die seine Hauptstadt Baku im Jahr genieße.
Prominente Abwesenheit wirft Fragen auf
Bemerkenswert war die Abwesenheit zahlreicher hochrangiger politischer Vertreter. Weder Bundeskanzler Olaf Scholz noch US-Präsident Joe Biden, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen oder Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nahmen an dem Gipfel teil. Diese Abstinenz könnte als stiller Protest oder mangelndes Interesse an den kontroversen Positionen des Gastgeberlandes interpretiert werden.
Rekordförderung trotz Klimaversprechen
Besonders brisant erscheint die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jüngsten Zahlen: Die weltweite Öl- und Gasproduktion erreichte 2023 mit 55,5 Milliarden Barrel Öl-Äquivalent einen historischen Höchststand. Dies steht in krassem Widerspruch zu den Vereinbarungen der letztjährigen UN-Klimakonferenz in Dubai, bei der sich alle Staaten grundsätzlich zur Abkehr von fossilen Energieträgern verpflichtet hatten.
"Es ist absurd, weiterhin auf fossile Energie zu setzen", mahnte UN-Generalsekretär António Guterres in Baku. Besonders die G20-Staaten sieht er in der Pflicht, ihre Versprechen einzuhalten.
Rückschlag für Klimaaktivisten vor Gericht
Einen weiteren Dämpfer erhielten Klimaschützer durch ein niederländisches Gerichtsurteil: Der Ölkonzern Shell muss seinen CO₂-Ausstoß entgegen vorheriger Urteile doch nicht drastisch reduzieren. Diese Entscheidung könnte richtungsweisend für ähnliche Verfahren gegen andere Energiekonzerne sein.
Die Entwicklungen zeigen deutlich die Diskrepanz zwischen politischen Klimaschutzversprechen und wirtschaftlichen Realitäten. Während die einen von Klimanotstand sprechen, setzen andere weiterhin auf die bewährten fossilen Energieträger - nicht zuletzt aus Gründen der Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Stabilität.
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