
Illegale Migration auf die Kanaren: Eine Krise ohne Ende?
Während die Aufmerksamkeit Europas oft auf die Migrationsrouten nach Italien gerichtet ist, wird die spanische Inselgruppe der Kanaren zunehmend von Migranten aus Afrika überflutet. Laut Frontex verzeichnete diese Route im Jahr 2023 einen dramatischen Anstieg der irregulären Übertritte, mehr als auf jeder anderen Hauptroute nach Europa. Doch die Reaktionen der spanischen Regierung und der europäischen Mitgliedsstaaten sind weitgehend verhalten.
Historische Parallelen und aktuelle Entwicklungen
Bereits im Frühjahr 2006 kam es zur sogenannten „Cayuco“-Krise, als 31.678 Migranten die Kanarischen Inseln erreichten. Damals griff die spanische Regierung zu drastischen Maßnahmen, um die Situation zu bewältigen. Rückführungsabkommen wurden geschlossen und die Küstenwache verstärkt. Diese Maßnahmen führten zunächst zu einem Rückgang der Migrantenzahlen. Doch seit 2019 steigen die Zahlen wieder rasant an.
Die aktuelle Lage: Ein beispielloser Anstieg
Im Jahr 2023 erreichten laut Frontex allein im Januar 7.270 irreguläre Migranten die Kanaren, ein Anstieg um fast das 13-fache im Vergleich zum Vorjahr. Bis Ende Juni 2024 waren es bereits 19.257 Migranten. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, prognostiziert, dass die Zahl bis Jahresende auf über 50.000 ansteigen könnte. Diese Entwicklung stellt die Inseln vor enorme Herausforderungen, insbesondere was die Unterbringung und Versorgung der Migranten betrifft.
Die Herausforderungen der Minderjährigen
Besonders problematisch ist die hohe Zahl unbegleiteter minderjähriger Migranten. Allein im August 2023 kamen 547 Minderjährige auf den Inseln an. Nach spanischem Recht dürfen diese nicht auf das Festland gebracht werden und müssen dort betreut werden, wo sie ankommen. Dies führt zu einer Überlastung der Aufnahmeeinrichtungen und sorgt für Unmut unter den Inselbewohnern.
Proteste und politische Spannungen
Die Situation führt zunehmend zu Protesten der Inselbewohner, die sich von der spanischen Regierung im Stich gelassen fühlen. Im Juli demonstrierten Einwohner mit Schildern wie „Stoppt die illegale Einwanderung“ und „Verteidigt unsere Stadtviertel“. Der Präsident der Insel El Hierro, Alpidio Armas, äußerte bereits Ende letzten Jahres, dass die Insel nicht über die Mittel verfüge, um die Migranten zu versorgen.
Europäische Verantwortung und Handlungsbedarf
Die spanische Regierung und die EU stehen in der Pflicht, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu entschärfen. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, betonte, dass das entschlossene Vorgehen Brüssels im Mittelmeerraum Früchte getragen habe. Die Zahl der Migranten sei dort im letzten Jahr um 65 Prozent zurückgegangen, während sie auf der Kanarischen Route um 125 Prozent zugenommen habe. Ein ähnliches Vorgehen sei auch für die Kanaren dringend erforderlich.
Fazit: Ein Appell an Europa
Die Kanarischen Inseln sind ein wichtiger Teil Spaniens und Europas. Die derzeitige Migrationskrise erfordert eine koordinierte und entschlossene Antwort der europäischen Gemeinschaft. Es geht nicht nur um die Bewältigung der unmittelbaren humanitären Herausforderungen, sondern auch um die langfristige Stabilität und Sicherheit der Region. Die Kanaren dürfen nicht länger im Stich gelassen werden.

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