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23.03.2025
10:42 Uhr

Goldreserven in Gefahr: USA erwägen radikalen Tausch gegen Bitcoin

In einer Zeit, in der traditionelle Werte zunehmend unter Druck geraten, zeichnet sich in den Vereinigten Staaten eine geradezu revolutionäre Entwicklung ab. Die republikanische Senatorin Cynthia Lummis hat einen Vorschlag in den Senat eingebracht, der selbst hartgesottene Finanzexperten aufhorchen lässt: Die USA könnten ihre wertvollen Gold-Zertifikate gegen die hochspekulative Kryptowährung Bitcoin eintauschen.

Ein gefährliches Spiel mit dem Staatsvermögen

Der Plan klingt zunächst verlockend einfach: Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen jährlich etwa 200.000 Bitcoin erworben werden - ohne dabei neue Steuergelder zu verwenden. Stattdessen sollen bestehende Goldreserven geopfert werden. Eine Million Bitcoin würden am Ende in den Tresoren der amerikanischen Staatsreserve landen - mehr als die Giganten Strategy und BlackRock zusammen besitzen.

Demokratische Skepsis in der Bevölkerung

Während die politische Elite in Washington bereits von einer digitalen Zukunft träumt, zeigt sich die amerikanische Bevölkerung erstaunlich vernünftig. Gerade einmal 10 Prozent der Bürger unterstützen die Idee einer staatlichen Bitcoin-Reserve. Diese gesunde Skepsis kommt nicht von ungefähr, schließlich hat sich Gold über Jahrtausende als krisensicherer Wertspeicher bewährt - während Bitcoin gerade einmal auf eine 15-jährige Historie zurückblicken kann.

Trump als unerwarteter Wegbereiter

Interessanterweise geht die Initiative für eine staatliche Bitcoin-Reserve auf Donald Trump zurück. Der ehemalige Präsident hatte den Aufbau einer solchen Reserve angeordnet - allerdings zunächst nur für beschlagnahmte Bitcoin. Nun sollen US-Finanzminister Bessent und Handelsminister Lutnick "Budget-neutrale" Wege finden, um zusätzliche Bitcoin-Käufe zu ermöglichen.

Ein riskantes Experiment mit ungewissem Ausgang

Das Weiße Haus scheint fest entschlossen, diesen gewagten Weg zu beschreiten. Ein Regierungsvertreter betonte erst kürzlich die Absicht, "so viel Bitcoin wie möglich" zu erwerben. Dabei gleicht dieses Vorhaben einem finanzpolitischen Experiment mit ungewissem Ausgang. Die Volatilität der Kryptowährung könnte sich als Damoklesschwert über den amerikanischen Staatsfinanzen erweisen.

Warnung vor überstürzten Entscheidungen

Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, ob hier nicht ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wird. Während Gold seit Jahrhunderten als stabiler Wertspeicher dient, könnte eine überstürzte Umschichtung in Bitcoin fatale Folgen für die Stabilität der amerikanischen Währungsreserven haben.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die Meinung der Redaktion wider und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte seine eigenen Recherchen durchführen und sich über die Risiken im Krypto- und Edelmetallmarkt bewusst sein. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Basis einer ausführlichen persönlichen Recherche getroffen werden.

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