
Goldpreis auf Rekordhoch: Warum Kleinstmengen pure Geldverschwendung sind
In einer Zeit, in der das Vertrauen in die politischen Institutionen und das Finanzsystem zunehmend schwindet, erreicht der Goldpreis neue Höchststände. Erstmals in der Geschichte übersprang die Notierung die magische Marke von 3.000 US-Dollar pro Feinunze. Ein deutliches Signal dafür, dass immer mehr Anleger dem traditionellen Wertspeicher Gold vertrauen - und nicht den windigen Versprechungen der Politik.
Die wahren Kostenfallen beim Goldkauf
Doch wer jetzt überstürzt in den Goldmarkt einsteigen möchte, sollte sich vor fatalen Anfängerfehlern in Acht nehmen. Besonders perfide sind die versteckten Aufschläge bei Kleinstmengen, die oft arglose Käufer in die Falle locken. Die Stiftung Finanztest hat nun erschreckende Zahlen vorgelegt: Bei 1-Gramm-Barren werden häufig skandalöse Aufschläge von 15 bis 20 Prozent auf den eigentlichen Goldpreis aufgeschlagen. Bei noch kleineren Einheiten kann dieser Aufschlag sogar bis zu 40 Prozent betragen - eine regelrechte Abzocke am Kleinanleger.
Die Feinunze als Maß aller Dinge
Wer sein hart verdientes Geld nicht zum Fenster hinauswerfen möchte, sollte sich an die goldene Regel halten: Erst ab einer Feinunze (31,1 Gramm) macht der Kauf von physischem Gold wirtschaftlich Sinn. Bei etablierten Anlagemünzen wie dem Krügerrand bewegen sich die Aufschläge dann in einem vertretbaren Rahmen von zwei bis sechs Prozent. Eine vernünftige Größenordnung, die auch dem konservativen Anleger ein ruhiges Gewissen ermöglicht.
Gold als Stabilitätsanker in turbulenten Zeiten
In einer Welt, die von geopolitischen Krisen und einer zunehmend orientierungslosen Wirtschaftspolitik geprägt ist, kann eine goldene Beimischung von etwa zehn Prozent stabilisierend auf das Gesamtportfolio wirken. Dies ist keine Anlageempfehlung, sondern spiegelt lediglich die Einschätzung unserer Redaktion wider. Während die Politik von einer Krise in die nächste taumelt, beweist Gold einmal mehr seine Qualitäten als verlässlicher Wertspeicher.
Die moderne Alternative: Gold-ETCs
Wer sich die Mühen der physischen Aufbewahrung ersparen möchte, findet in Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) eine zeitgemäße Alternative. Diese börsengehandelten Wertpapiere bieten einen kostengünstigen Zugang zum Goldmarkt, ohne dass man sich Gedanken um Tresor oder Bankschließfach machen muss. Allerdings sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass man hier kein physisches Gold erwirbt, sondern ein Finanzprodukt.
Die aktuellen Entwicklungen am Goldmarkt zeigen eindrucksvoll, dass das "barbarische Relikt", wie Kritiker Gold gerne bezeichnen, lebendiger ist denn je. In einer Zeit, in der Papiergeld durch unverantwortliche Geldpolitik kontinuierlich entwertet wird, suchen immer mehr Menschen Zuflucht in echten Werten. Dabei gilt mehr denn je: Qualität hat ihren Preis - aber bitte nicht zu jedem Preis.

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