
Bundestag im Wandel: AfD wird zur Stimme der Wirtschaft - Unternehmer fliehen aus etablierten Parteien
Eine aktuelle Analyse der "Stiftung Familienunternehmen und Politik" offenbart eine bemerkenswerte Entwicklung im deutschen Bundestag: Die AfD-Fraktion verfügt mittlerweile über die mit Abstand größte Anzahl an Unternehmern unter allen Parteien. Diese Verschiebung markiert einen fundamentalen Wandel in der parlamentarischen Vertretung der deutschen Wirtschaft.
Dramatischer Schwund an Wirtschaftskompetenz
Die Gesamtzahl der Unternehmer im Bundestag ist auf ein historisches Tief von nur noch 37 Abgeordneten gesunken - ein alarmierender Rückgang gegenüber den 78 Wirtschaftsvertretern im Jahr 2017. Fast die Hälfte dieser verbliebenen Unternehmer gehört nun der AfD-Fraktion an. Mit 17 Betriebsinhabern unter ihren 152 Abgeordneten erreicht die Partei einen beachtlichen Anteil von 11,1 Prozent.
Etablierte Parteien verlieren Wirtschaftskompetenz
Die einstige Wirtschaftspartei FDP ist nicht mehr im Parlament vertreten. Die Union folgt mit mageren elf Unternehmern auf dem zweiten Platz, was einem Anteil von nur 5,3 Prozent entspricht. Noch dramatischer sieht es bei SPD und Grünen aus: Die Sozialdemokraten kommen auf fünf Betriebslenker (4,2 Prozent), die Grünen auf vier (4,7 Prozent). In der Linksfraktion findet sich bezeichnenderweise kein einziger Unternehmer.
Gefährliche Entwicklung für den Wirtschaftsstandort
Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer warnt eindringlich vor den Folgen dieser Entwicklung. Deutschland als Wirtschaftsnation brauche dringend Volksvertreter mit praktischer marktwirtschaftlicher Erfahrung. Der dramatische Rückgang an Unternehmern im Parlament spiegelt die zunehmende Entfremdung zwischen Politik und Wirtschaft wider - eine Entwicklung, die sich bereits in der verfehlten Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung manifestiert.
Deutliches Signal der Wirtschaft
Die Konzentration unternehmerischer Kompetenz in der AfD-Fraktion sendet ein klares Signal: Immer mehr Wirtschaftsvertreter sehen in den etablierten Parteien keine adäquate Vertretung ihrer Interessen mehr. Die ideologiegetriebene Politik der Ampel-Koalition, geprägt von überbordender Bürokratie, klimapolitischen Experimenten und wirtschaftsfeindlichen Regularien, treibt offenbar viele Unternehmer in die Opposition.
Diese Entwicklung könnte sich als Wendepunkt in der politischen Landschaft Deutschlands erweisen. Die traditionellen Wirtschaftsparteien haben offenbar den Kontakt zur unternehmerischen Basis verloren - mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die künftige wirtschaftspolitische Ausrichtung unseres Landes.

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