
US-Dollar im freien Fall: Trumps Zollpolitik entpuppt sich als Bumerang
Die amerikanische Leitwährung durchlebt aktuell ihre dunkelste Stunde seit November 2023. Der Bloomberg Dollar Spot Index verzeichnet seit Anfang Februar einen dramatischen Einbruch von über 4 Prozent - ein Absturz, der die Finanzmärkte erschüttert und Fragen nach der Zukunft der US-Währung aufwirft.
Trumps wirtschaftspolitischer Scherbenhaufen
Was zunächst als Stärkung der amerikanischen Wirtschaft gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einem Desaster. Die von Trump forcierte aggressive Zollpolitik zeigt ihre Schattenseiten. Statt den Dollar zu stützen, wie es viele Analysten zu Jahresbeginn noch erwarteten, führt sie zu einem massiven Vertrauensverlust internationaler Investoren. Die Kombination aus unberechenbarer Handelspolitik und schwächelnder US-Konjunktur erweist sich als toxische Mischung für den Greenback.
Europas überraschende Renaissance
Während die USA straucheln, zeigt sich die europäische Wirtschaft erstaunlich resilient. Die erhöhten Staatsausgaben der EU-Länder und eine unerwartet robuste Konjunktur lassen den Euro im Verhältnis zum Dollar erstarken. Diese Entwicklung hätten selbst optimistische Europa-Befürworter zu Jahresbeginn nicht für möglich gehalten.
Alarmierende Signale aus der US-Wirtschaft
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten geben Anlass zur Sorge. Das Verbrauchervertrauen ist auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen - ein deutliches Warnsignal für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die von der Trump-Administration angekündigten Zölle gegen Kanada, Mexiko und die sogenannten "dirty 15" Länder drohen die Situation weiter zu verschärfen.
Experten warnen vor weiterer Dollar-Schwäche
Renommierte Finanzinstitute wie die Deutsche Bank und Barclays haben ihre Prognosen für den Dollar-Kurs deutlich nach unten korrigiert. Die Strategen der Credit Agricole CIB gehen sogar von einem noch stärkeren Wertverlust aus als bisher angenommen. Der Grund: Die Kombination aus drohendem Handelskrieg, Stellenabbau im öffentlichen Sektor und restriktiver Einwanderungspolitik könnte die US-Wirtschaft härter treffen als zunächst gedacht.
Profiteure der Dollar-Schwäche
Während der US-Dollar taumelt, können andere Währungen profitieren. Besonders der kanadische Dollar und der mexikanische Peso haben in den vergangenen Wochen deutlich aufgewertet. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie Trumps verfehlte Wirtschaftspolitik den amerikanischen Einfluss auf den globalen Märkten schwächt.
Die aktuelle Entwicklung macht deutlich, dass die USA unter der gegenwärtigen Administration Gefahr laufen, ihre wirtschaftliche Vormachtstellung zu verlieren. Die einseitige und oft unvorhersehbare Politik schadet nicht nur dem Dollar, sondern der gesamten amerikanischen Volkswirtschaft. Eine Trendwende scheint derzeit nicht in Sicht.
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