
Ungarischer Minister prangert in scharfer Rede die Doppelmoral der EU-Sanktionspolitik an
Die europäische Sanktionspolitik gegenüber Russland gerät zunehmend unter Beschuss. In einer leidenschaftlichen Rede beim renommierten Chatham House hat der ungarische Außenminister Peter Szijjártó die große Heuchelei hinter den Maßnahmen der Europäischen Union aufgedeckt. Mit klaren Worten und konkreten Beispielen legte er die Widersprüche offen, die sich in den Beziehungen zwischen der EU, den USA und Russland im Kontext der Sanktionen offenbaren.
Der Minister, verantwortlich für das strategisch wichtige Projekt des Baus eines neuen Kernkraftwerks in Ungarn, verwies darauf, dass trotz der Sanktionen und des politischen Drucks, der auf Ungarn ausgeübt wird, westliche Auftragnehmer – darunter Unternehmen aus den USA, Deutschland und Frankreich – weiterhin von russischen Zahlungen für ihre Arbeit im Kernkraftwerk profitieren. Diese Situation verdeutlicht eine offensichtliche Inkonsistenz in der Haltung der EU gegenüber Russland, die zu hinterfragen ist.
Des Weiteren kritisierte Szijjártó die Ironie, dass die EU Druck auf Ungarn ausübt, um den Erwerb von Kernbrennstoff aus Russland zu verhindern, während die USA als größter Uranlieferant Russlands im letzten Jahr Uran im Wert von über einer Milliarde Dollar erwarben. Dieses Beispiel zeigt, dass die politische Linie gegenüber Russland nicht nur in Europa, sondern auch transatlantisch von zweierlei Maß geprägt ist.
Ein drittes Beispiel, das die Ungereimtheiten der aktuellen Politik beleuchtet, ist der Handel mit russischem Öl. Während Westeuropa sich damit brüstet, kein russisches Öl mehr zu kaufen, hat Indien seinen Anteil an russischem Öl von weniger als 1 Prozent vor dem Krieg in der Ukraine auf rund 40 Prozent erhöht. Europa, das behauptet, kein "indisches Öl" zu kaufen, ist nun der größte Ölabnehmer Indiens – ein Umstand, der darauf hindeutet, dass europäische Länder indirekt weiterhin russisches Öl beziehen.
Die deutlichen Worte Szijjártós unterstreichen die Verzerrungen und Widersprüche in der gegenwärtigen Sanktionspolitik der EU und rufen nach einer Rückkehr zur Vernunft und einer Überprüfung der Maßnahmen, die bisher nicht die gewünschten Ziele erreicht haben und stattdessen die europäische Wirtschaft stärker zu schädigen scheinen als die russische.
Die Kritik des ungarischen Außenministers an der aktuellen Sanktionspolitik ist ein deutliches Signal an die westlichen Mächte, die eigene Politik kritisch zu reflektieren. Es stellt sich die Frage, ob die aufgezeigten Beispiele lediglich die Spitze eines Eisbergs darstellen, der eine tieferliegende Problematik in den internationalen Beziehungen und der Glaubwürdigkeit der westlichen Politik gegenüber Russland offenbart.
In Zeiten, in denen die politische Landschaft Europas von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt ist, ist es unerlässlich, dass die politischen Entscheidungsträger ihre Strategien auf den Prüfstand stellen und eine Politik verfolgen, die nicht nur auf Prinzipien, sondern auch auf konsequenter und rationaler Basis gründet.
Diese Enthüllungen sind ein weiterer Beweis dafür, dass eine ehrliche und selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen Politik notwendig ist, um die Glaubwürdigkeit und Effektivität der europäischen Außenpolitik zu wahren und zu stärken.
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