
Ullstein cancelt Bestseller von Trump-Vize Vance
Der Ullstein-Verlag hat beschlossen, die Übersetzung des Bestsellers „Hillbilly-Elegie“ von James Daniel Vance aus dem Programm zu nehmen. Der Grund: Vance ist nun Donald Trumps Vizepräsidentschaftskandidat und vertritt somit dessen „aggressiv-demagogische, ausgrenzende Politik“.
Ein Bestseller mit bewegender Geschichte
Das Buch „Hillbilly-Elegie“ war 2016 ein Weltbestseller. Der 39-jährige Autor beschreibt darin sein Leben in einem zerrütteten Elternhaus und seinen Aufstieg aus der Unterschicht. Ursprünglich wurde das Werk von Literaturkritikern als „Anti-Trump“-Buch verstanden. Doch die Zeiten haben sich geändert.
Verlagsentscheidung sorgt für Kontroversen
Der Spiegel berichtet, dass Ullstein vergangene Woche beschlossen habe, den Lizenzvertrag mit J.D. Vance nicht zu verlängern und keine deutsche Übersetzung mehr auszuliefern. Eine Verlagssprecherin erklärte, dass Vance „zum Zeitpunkt des Erscheinens einen wertvollen Beitrag zum Verständnis des Auseinanderdriftens der US-Gesellschaft“ geliefert habe. Damals habe sich der Autor wiederholt von Donald Trump distanziert. „Inzwischen agiert er offiziell an dessen Seite.“
Kleiner Verlag übernimmt Lizenz
Trotz der Entscheidung von Ullstein wird das Buch ab dem 15. August auf Deutsch erscheinen. Der kleine Verlag „YES Publishing“ hat die Lizenz für „Hillbilly-Elegie“ erworben. Angesichts der derzeitigen Nachfrage nach der englischen Ausgabe geht der Verlag davon aus, dass auch die deutsche Übersetzung unmittelbar ein Bestseller wird.
Ein fragwürdiges Zeichen der Meinungsfreiheit?
Die Entscheidung von Ullstein wirft Fragen zur Meinungsfreiheit und Zensur auf. Artikel 19 der Menschenrechte der Vereinten Nationen besagt: „Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“ Doch Ullstein scheint sich dieser Verpflichtung zu entziehen.
In einer Zeit, in der die Meinungsfreiheit zunehmend unter Druck gerät, ist es besorgniserregend, dass ein Verlag ein Buch aufgrund der politischen Ansichten des Autors aus dem Programm nimmt. Diese Entscheidung könnte als Zeichen dafür gesehen werden, wie stark der Einfluss politischer Überzeugungen auf die Verlagsbranche geworden ist.
Ein Blick in die Zukunft
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Die Nachfrage nach „Hillbilly-Elegie“ zeigt, dass es ein großes Interesse an der Geschichte von J.D. Vance gibt. Ob die Entscheidung von Ullstein letztlich ein Fehler war, wird die Zeit zeigen. Klar ist jedoch, dass Bücher und ihre Autoren nicht aufgrund ihrer politischen Ansichten zensiert werden sollten.
Die deutsche Leserschaft wird nun die Möglichkeit haben, das Buch über „YES Publishing“ zu erwerben und sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen. In einer demokratischen Gesellschaft sollte die Meinungsvielfalt gefördert und nicht unterdrückt werden.
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