
Scharfe Kritik an Scholz' Rentenreform: Ökonom Kooths warnt vor langfristigen Folgen
Ökonom Stefan Kooths kritisiert geplante Rentenreform der Ampelregierung
Der Konjunkturchef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Stefan Kooths, hat Bundeskanzler Olaf Scholz für seine Aussagen zur geplanten Rentenreform scharf kritisiert. Scholz hatte in einem Interview die Bedenken von Rentenexperten zurückgewiesen und dabei insbesondere die jüngeren Generationen als Hauptleidtragende des Rentenpakets II bezeichnet.
Verunglimpfung der Experten
Kooths betonte, dass es der Debatte nicht zuträglich sei, die Überbringer unliebsamer Botschaften zu verunglimpfen. "Es tut der Debatte – zumal in einem so wichtigen Thema – nie gut, die Überbringer unliebsamer Botschaften zu verunglimpfen", sagte er. Scholz hatte zuvor behauptet, dass die Kritik an der Rentenreform von einer "ausschließlich Establishment-orientierten Expertenlandschaft" komme, die ihre eigenen Interessen verfolge.
Kritik an der Rentenpolitik
Kooths kritisierte das Rentenpaket II als eine Maßnahme, die lediglich den Mangel verwalte und die Lasten einseitig den aktiv Versicherten zuschiebe. "Das Rentenpaket II verwaltet nur den Mangel und schiebt die Lasten einseitig den aktiv Versicherten zu", erklärte er. Auch das von der FDP geforderte Generationenkapital, das eine Aktienrente einführen soll, ändere nichts an den grundlegenden Problemen des Rentensystems.
Nachhaltigkeitsfaktor außer Kraft
Ein weiterer Kritikpunkt von Kooths ist die geplante Außerkraftsetzung des Nachhaltigkeitsfaktors, der bisher das Verhältnis von Rentenbeziehern zu Beitragszahlern abbildet. Ohne diesen Faktor würden die Beitragssätze stärker angehoben werden müssen, was aus Sicht der aktiv Versicherten wie eine Steuer wirke und somit Arbeitsanreize mindere. Dies schwäche Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte.
Alternative Vorschläge
Kooths schlug stattdessen eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters bei gleichzeitig großzügiger ausgestalteten Erwerbsunfähigkeitsrenten vor. Dies würde das Rentensystem stabilisieren und den individuellen Leistungsfähigkeiten besser Rechnung tragen. "Eine Alternative zum Rentenpaket II wäre eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters bei gleichzeitig großzügiger ausgestalteten Erwerbsunfähigkeitsrenten", sagte Kooths.
Fazit
Die Kritik von Ökonom Stefan Kooths an der geplanten Rentenreform der Ampelregierung ist deutlich. Er warnt vor den langfristigen Folgen der Reform und plädiert für alternative Maßnahmen, die das Rentensystem nachhaltig stabilisieren könnten. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung auf diese Kritik eingehen wird oder ob die geplante Reform in ihrer jetzigen Form umgesetzt wird.

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