
Massenflucht aus der CDU: Kühlungsborner Ortsverband zerbricht an Merkels Erbe
Ein politisches Erdbeben erschüttert die beschauliche Ostseestadt Kühlungsborn. In einem beispiellosen Akt der Verzweiflung haben 18 führende CDU-Mitglieder, darunter fast die komplette Stadtfraktion, der einst stolzen Volkspartei den Rücken gekehrt. Der Grund: Die immer weiter nach links driftende Politik der Bundespartei unter Friedrich Merz.
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte
Was sich in dem 8.000-Einwohner-Städtchen an der Ostsee abspielt, könnte zum Fanal für die gesamte CDU werden. Lars Zacher, bislang CDU-Fraktionsvorsitzender und erfolgreicher Immobilienunternehmer, bringt es auf den Punkt: Die faktische Aufhebung der Schuldenbremse und die ideologiegetriebene Verankerung der Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz hätten das Fass zum Überlaufen gebracht.
Verrat an konservativen Grundwerten
Besonders bitter stößt den Kommunalpolitikern auf, dass diese weitreichenden Entscheidungen von einem bereits abgewählten Bundestag durchgepeitscht wurden - ausgerechnet auf Initiative des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz. "Wir können den Wählern nicht mehr erklären, was da passiert", erklärt Zacher frustriert. Die Partei, die einst für solide Haushaltsführung und wirtschaftliche Vernunft stand, opfere ihre Grundsätze nun dem rot-schwarzen Machtkalkül.
AfD profitiert von CDU-Linkskurs
Die Quittung für diesen Kurs bekam die CDU bereits bei der letzten Wahl: Während die Christdemokraten in Kühlungsborn mit 23,1 Prozent noch vergleichsweise gut abschnitten, wurde die AfD mit 27,8 Prozent stärkste Kraft. Ein Trend, der sich im gesamten Osten Deutschlands abzeichnet und durch die jüngsten Entwicklungen noch verstärkt werden dürfte.
Signal an die Bundespartei
Der Massenexodus in Kühlungsborn könnte erst der Anfang sein. Zacher berichtet von zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus anderen CDU-Verbänden. Die Parteibasis rebelliert gegen einen Kurs, der die traditionellen Werte der Union verrät und Deutschland mit ideologischen Experimenten gefährdet.
Zukunft ohne Parteienbindung
Die ausgetretenen Kommunalpolitiker wollen ihr Engagement für ihre Heimatstadt nun als Parteilose fortsetzen. Ein Trend, der in Ostdeutschland bereits weit verbreitet ist und die wachsende Distanz zu den etablierten Parteien widerspiegelt. Für die CDU sollte dies ein Alarmsignal sein - doch ob man in der Berliner Parteizentrale die Zeichen der Zeit erkennt, darf bezweifelt werden.
Der Fall Kühlungsborn zeigt exemplarisch die tiefe Krise der CDU: Eine Partei, die ihre konservativen Wurzeln kappt und ihre Wähler mit einem opportunistischen Linkskurs vor den Kopf stößt. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann weitere Ortsverbände diesem Beispiel folgen werden.

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