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28.03.2025
12:51 Uhr

Hessen trotzt der Wirtschaftskrise - Dienstleistungssektor als Wachstumsmotor

Während die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr tief in die Rezession rutschte, konnte sich das Bundesland Hessen erstaunlich gut behaupten. Mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent hob sich der süddeutsche Wirtschaftsstandort deutlich vom bundesweiten Negativtrend ab. Die gesamtdeutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im gleichen Zeitraum um 0,2 Prozent - ein alarmierendes Signal für den einstigen Wirtschaftsmotor Europas.

Dienstleistungssektor als Rettungsanker

Der bemerkenswerte Erfolg Hessens basiert vor allem auf der klugen wirtschaftlichen Ausrichtung des Bundeslandes. Während die deutsche Industriepolitik unter der aktuellen Ampelregierung zunehmend in die Kritik gerät, profitiert Hessen von seiner starken Fokussierung auf den Dienstleistungssektor. Dieser verzeichnete ein beachtliches Plus von 1,9 Prozent und fungierte damit als wichtigster Wachstumstreiber der Region.

Produzierende Industrie in der Krise

Die Zahlen des produzierenden Gewerbes zeichnen hingegen ein düsteres Bild der deutschen Industriepolitik. Mit einem Minus von 3,6 Prozent offenbart sich hier die ganze Misere der verfehlten Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten und eine ideologisch getriebene Transformationspolitik treiben immer mehr Unternehmen in die Knie oder gar ins Ausland.

Nominales Wachstum täuscht

Das nominale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,9 Prozent auf 368 Milliarden Euro darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil dieses Anstiegs der galoppierenden Inflation geschuldet ist. Nach Bereinigung der Preiseffekte bleibt das reale Wachstum von 0,6 Prozent - was angesichts der bundesweiten Rezession dennoch als Erfolg zu werten ist.

Arbeitsmarkt bleibt stabil

Erfreulich entwickelte sich auch der hessische Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,5 Prozent auf 3,62 Millionen Menschen. Dies unterstreicht die Robustheit des Wirtschaftsstandorts Hessen, während andere Bundesländer bereits mit steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben.

Kritischer Ausblick

Allerdings mahnen Experten zur Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen. Die statistischen Berechnungen für 2024 basieren auf einer noch unvollständigen Datenbasis. Zudem wurden die volkswirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre einer Revision unterzogen. In Anbetracht der sich weiter verschärfenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten, ob Hessen seinen Wachstumskurs auch in Zukunft fortsetzen kann.

Die relative Stärke Hessens im bundesweiten Vergleich verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik. Statt ideologisch motivierter Transformationsprogramme braucht es endlich wieder eine Politik, die die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland in den Mittelpunkt stellt.

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