
CDU-Politiker gesteht Täuschungsmanöver: Angst vor AfD-Erfolg verhinderte ehrliche Schuldenpolitik
In einer bemerkenswerten Enthüllung bei Markus Lanz hat der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter eingeräumt, dass seine Partei die Wähler im Wahlkampf bewusst über die wahren finanzpolitischen Absichten im Unklaren gelassen habe. Der Grund für dieses durchsichtige Manöver sei die "Sorge vor den Wahlen im Osten" gewesen - ein Eingeständnis, das die fragwürdigen Praktiken der etablierten Parteien schonungslos offenlegt.
Politisches Kalkül statt ehrlicher Kommunikation
Während Friedrich Merz im Wahlkampf noch vollmundig verkündete, neue Investitionen ausschließlich aus Steuereinnahmen finanzieren zu wollen, präsentiert sich die CDU nach der Wahl in einem völlig anderen Licht. Kiesewetter räumte bei Lanz unumwunden ein, dass ihm bereits während des Wahlkampfs klar gewesen sei, dass Deutschland bis 2030 etwa 500 Milliarden Euro für Verteidigung und Infrastruktur benötigen würde - Gelder, die ohne neue Schulden kaum aufzubringen sein dürften.
Die wahren Motive hinter der Täuschung
Besonders brisant erscheint die Begründung für dieses Täuschungsmanöver: Man habe befürchtet, dass ehrliche Kommunikation über notwendige Schulden die Wähler in den östlichen Bundesländern verschrecken und in die Arme von AfD und BSW treiben könnte. Ein Eingeständnis, das deutlich macht, wie wenig Vertrauen die CDU-Führung in die politische Urteilsfähigkeit der Bürger zu haben scheint.
Russland als willkommene Rechtfertigung
Bemerkenswert ist auch, wie die CDU nun versucht, ihren Wortbruch mit der vermeintlichen Bedrohung durch Russland zu rechtfertigen. "Was nützt die schönste Schuldenbremse, wenn der Russe vor der Tür steht?", hatte bereits CDU-Politiker Jens Spahn rhetorisch gefragt. Eine Argumentation, die den Eindruck erweckt, als würde die außenpolitische Lage nun als willkommener Vorwand für längst geplante finanzpolitische Manöver instrumentalisiert.
Ein Offenbarungseid für die politische Kultur
Diese Episode wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand unserer politischen Kultur. Statt den Bürgern reinen Wein einzuschenken und eine ehrliche Debatte über die notwendigen Investitionen in unsere Zukunft zu führen, werden sie mit durchsichtigen Wahlkampfversprechen getäuscht. Ein Vorgehen, das das ohnehin schon angespannte Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und politischer Klasse weiter zu belasten droht.
Während die CDU nun versucht, ihren Wortbruch mit vermeintlichen Sachzwängen zu rechtfertigen, bleibt der fade Beigeschmack einer bewussten Wählertäuschung. Ein Vorgang, der einmal mehr zeigt, wie dringend notwendig eine Rückbesinnung auf politische Ehrlichkeit und Transparenz in unserem Land wäre.

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