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20.03.2025
17:26 Uhr

Bank of England hält an restriktiver Geldpolitik fest - Inflation bereitet weiter Sorgen

Die britische Notenbank bleibt ihrer harten Linie treu und hält den Leitzins bei 4,5 Prozent. Die gestrige Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses fiel mit einer deutlichen Mehrheit von 8 zu 1 Stimmen - nur ein Mitglied plädierte für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte. Doch was steckt hinter dieser Entscheidung?

Hartnäckige Inflation zwingt zu restriktivem Kurs

Die Inflationszahlen bereiten den britischen Währungshütern weiterhin Kopfzerbrechen. Entgegen den Erwartungen stieg die Teuerungsrate im Januar sogar wieder auf 3,0 Prozent an - nach 2,5 Prozent im Dezember. Für das dritte Quartal 2025 rechnet die Bank of England sogar mit einem weiteren Anstieg auf etwa 3,75 Prozent. Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist, die Inflation nachhaltig unter Kontrolle zu bringen.

Globale Unsicherheiten nehmen zu

Die geopolitische Lage verschärft die wirtschaftlichen Herausforderungen zusätzlich. Die jüngsten Zollankündigungen der USA und entsprechende Reaktionen anderer Regierungen haben die Unsicherheit im Welthandel deutlich erhöht. Auch die von der deutschen Bundesregierung angekündigte Reform der Schuldenbremse - ein weiterer Schritt in Richtung hemmungsloser Staatsverschuldung - sorgt für zusätzliche Turbulenzen an den Finanzmärkten.

Britische Wirtschaft zeigt Schwächesignale

Während das britische Bruttoinlandsprodukt zuletzt etwas besser ausfiel als erwartet, deuten Unternehmensumfragen auf eine anhaltende Schwäche hin. Besonders die Beschäftigungsaussichten geben Anlass zur Sorge. Die Notenbank steht damit vor dem klassischen Dilemma: Einerseits erfordert die hartnäckige Inflation einen restriktiven Kurs, andererseits könnte eine zu straffe Geldpolitik die wirtschaftliche Erholung abwürgen.

Vorsichtiger Ausblick

Die Bank of England betont, dass sie einen "graduellen und vorsichtigen Ansatz" bei der weiteren geldpolitischen Straffung verfolgen will. Sollte die Nachfrage stärker einbrechen als erwartet, könnte dies den Weg für einen weniger restriktiven Kurs ebnen. Umgekehrt würde eine anhaltend hohe Inflation - insbesondere getrieben durch Zweitrundeneffekte bei Löhnen und Preisen - eine straffere Geldpolitik erforderlich machen.

Die Botschaft ist klar: Die Zeit für Zinssenkungen ist noch nicht gekommen. Die Notenbank wird ihre restriktive Geldpolitik so lange fortsetzen, bis die Inflation nachhaltig auf den Zielwert von 2 Prozent zurückkehrt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen könnte dies noch länger dauern als von vielen Marktteilnehmern erhofft.

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