
Rentenexperten warnen: Mütterrente bedroht Generationengerechtigkeit
Die geplante Ausweitung der Mütterrente durch die schwarz-rote Koalition stößt auf massive Kritik von Experten. Besonders deutliche Worte findet die Chefin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach. Sie bezeichnet die Pläne als "sehr teure Umverteilung" und warnt vor den weitreichenden finanziellen Folgen für die jüngere Generation.
Milliardenschwere Belastung für den Staatshaushalt
Der von Union und SPD angestrebte Ausbau der Mütterrente würde den ohnehin stark belasteten Bundeshaushalt jährlich mit weiteren fünf Milliarden Euro belasten. Zwar sollen rund 10 Millionen Rentnerinnen von der Neuregelung profitieren, doch die Finanzierung steht auf mehr als wackligen Beinen. Besonders brisant: Im Sondierungspapier der Koalition findet sich kein Wort darüber, wie diese gewaltige Summe aufgebracht werden soll.
Dramatische Unterdeckung bereits jetzt
Die Rentenkassenchefin macht in ihrer Kritik auf einen besonders alarmierenden Umstand aufmerksam: Schon heute summiert sich die Unterdeckung der nicht beitragsgedeckten Leistungen auf fast 40 Milliarden Euro. Die geplante Ausweitung würde diese ohnehin prekäre Situation noch weiter verschärfen. Roßbach erinnert daran, dass es bis in die 2010er Jahre einen parteiübergreifenden Konsens gab, die Rentenpolitik zukunftsorientiert zu gestalten - ein Grundsatz, von dem sich die aktuelle Politik offenbar verabschiedet hat.
Wirtschaftsweise schlägt Alarm
Auch die renommierte Wirtschaftsweise Monika Schnitzer findet deutliche Worte für die Rentenpläne der Koalition. Sie bezeichnet das Projekt unmissverständlich als "unfinanzierbar". Stattdessen plädiert sie für eine grundlegende Rentenreform, die den Fokus auf die private Altersvorsorge legt - ein Ansatz, der deutlich nachhaltiger erscheint als das aktuelle Vorhaben.
Generationenkonflikt vorprogrammiert
Besonders problematisch erscheint die Tatsache, dass die Lasten dieser Reform hauptsächlich von der jüngeren Generation getragen werden müssten. In Zeiten demografischen Wandels und bereits jetzt stark belasteter Sozialsysteme wirkt dieser Vorstoß wie ein gefährlicher Schritt in die falsche Richtung. Die geplante Rentengarantie würde diese Schieflage noch weiter verstärken, da auch sie voraussichtlich aus Steuermitteln finanziert werden müsste.
Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie dringend Deutschland eine nachhaltige, generationengerechte Rentenreform benötigt. Stattdessen scheint die Politik weiter auf kostspielige Wahlgeschenke zu setzen - zu Lasten künftiger Generationen.

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