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Kettner Edelmetalle
10.09.2024
06:35 Uhr

Kontroverse um Stillen von Transfrauen: Australische Expertin vor Gericht

In Australien hat ein Fall fĂŒr Aufsehen gesorgt, bei dem eine Still-Expertin vor Gericht steht, weil sie die Meinung geĂ€ußert hat, dass Transfrauen nicht in der Lage seien, Babys zu stillen. Jasmine Sussex, die jahrelang als freiwillige Stillberaterin tĂ€tig war, sieht sich nun einer Klage gegenĂŒber, die von einer Transfrau eingereicht wurde.

Hintergrund der Anklage

Der Fall dreht sich um die Aussagen von Jasmine Sussex, die in mehreren Online-Posts das Stillen durch Transfrauen als „experimentell“ und „gefĂ€hrlichen Fetisch“ bezeichnet hatte. Konkret geht es um die Transfrau Jennifer Buckley, die Hormone einnimmt, um BrĂŒste wachsen zu lassen und Milch zu produzieren. Sussex Ă€ußerte Bedenken darĂŒber, dass solche Versuche gesundheitsschĂ€dlich sein könnten und kritisierte die Praxis scharf.

Die Rolle der Hormone

Jennifer Buckley, die biologische Vater eines Kindes ist, begann 2019 mit ihrer Transition zur Frau, wĂ€hrend ihre Frau schwanger war. Um das Stillen zu ermöglichen, nimmt Buckley das Medikament Domperidon, welches eigentlich gegen Übelkeit eingesetzt wird, aber auch die Milchproduktion anregen kann. Ihre Frau und ihr Endokrinologe hĂ€tten sie dazu ermutigt, das Stillen zu versuchen.

Kritik an der Praxis

Jasmine Sussex, die 15 Jahre lang bei der Australian Breastfeeding Association tĂ€tig war, bevor sie 2021 wegen ihrer Weigerung, geschlechtsneutrale Sprache zu verwenden, entlassen wurde, zeigte sich besorgt ĂŒber die gesundheitlichen Auswirkungen. Sie argumentiert, dass nur biologische MĂŒtter in der Lage seien, Muttermilch zu produzieren, die fĂŒr die ErnĂ€hrung von Babys notwendig ist. Sussex bezeichnete die Versuche von Transfrauen, zu stillen, als unethisch und grausam.

Wissenschaftliche Unsicherheiten

Die Forschung zum Thema Stillen von Transfrauen ist umstritten. Zwar gibt es Studien, die zeigen, dass Transfrauen Milch produzieren können, doch sei diese Menge oft nicht ausreichend fĂŒr ein alleiniges Stillen. Die gesundheitlichen Auswirkungen auf das Kind sind ebenfalls unklar, was die Kontroverse weiter anheizt.

Reaktionen und gesellschaftliche Debatte

Jennifer Buckley bezeichnete die Kommentare von Jasmine Sussex als verletzend und reichte eine Beschwerde bei der Menschenrechtskommission Queensland ein. Sussex hingegen weist die VorwĂŒrfe entschieden zurĂŒck und betont, dass ihre Kritik maßvoll sei und nicht zu Hass oder Verachtung aufrufe.

Der Fall hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Viele Menschen zeigen sich besorgt ĂŒber die gesundheitlichen Risiken und die ethischen Implikationen. Andere wiederum sehen in der Kritik an Transfrauen, die stillen wollen, eine Form der Diskriminierung.

Ein Zeichen der Zeit

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie tief gespalten die Gesellschaft in Fragen der GeschlechteridentitĂ€t und der Rechte von Transpersonen ist. Die Diskussionen um das Stillen von Transfrauen sind nur ein Beispiel fĂŒr die Herausforderungen, die mit den modernen Vorstellungen von Geschlecht und IdentitĂ€t einhergehen.

Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht in Queensland entscheiden wird und welche Auswirkungen dieses Urteil auf zukĂŒnftige FĂ€lle und die gesellschaftliche Debatte haben wird.

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