
Atomkraft-Comeback? Isar 2-Mitarbeiter appellieren verzweifelt an die Union
Die Debatte um die Rückkehr zur Kernenergie in Deutschland nimmt eine überraschende Wendung. Ausgerechnet die Mitarbeiter des stillgelegten Kernkraftwerks Isar 2 melden sich nun mit einem eindringlichen Appell zu Wort und fordern von CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Friedrich Merz ein entschlossenes Handeln für die Wiederbelebung der deutschen Atomkraft.
Union laviert beim Thema Kernenergie
Während in den aktuellen Koalitionsverhandlungen die Rückkehr zur Kernenergie zumindest auf dem Papier als Option erscheint, zeigt sich in der praktischen Umsetzung eine besorgniserregende Zurückhaltung. Das jüngst veröffentlichte Ergebnispapier der Arbeitsgruppe "Klima und Energie" offenbart die typische politische Unentschlossenheit: Der entsprechende Abschnitt zur Kernenergie steht in Klammern - ein deutliches Zeichen dafür, dass man sich auch in den Reihen der Union nicht einig ist.
Dramatischer Appell der Kraftwerksmitarbeiter
Besonders brisant ist der verzweifelte Hilferuf der Isar 2-Belegschaft. In einem bemerkenswerten Schreiben wenden sich die Mitarbeiter direkt an die politische Führung. Ihre Botschaft ist unmissverständlich: Sie sind bereit und hochmotiviert, das Kraftwerk unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards wieder ans Netz zu bringen. Dies steht im krassen Gegensatz zur offiziellen Konzernlinie, die einen Weiterbetrieb derzeit nicht unterstützt.
Politisches Versagen der Ampel-Regierung
Der überstürzte Atomausstieg der Ampel-Koalition erweist sich zunehmend als fataler Fehler. Isar 2, eines der leistungsstärksten und effizientesten Kernkraftwerke weltweit, wurde dem ideologiegetriebenen Ausstiegswahn geopfert. Die Folgen dieser verfehlten Energiepolitik spüren wir bereits heute: steigende Strompreise, wackelige Versorgungssicherheit und eine zunehmende Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten.
Söder und Merz in der Pflicht
Die Glaubwürdigkeit der Unions-Führung steht auf dem Spiel. Noch im August 2022 inszenierten sich Söder und Merz bei einem Besuch des Kraftwerks als entschiedene Gegner des Atomausstiegs. Doch bislang folgen den großen Worten keine entsprechenden Taten. Die Mitarbeiter fordern zu Recht einen "wirklichen Politikwechsel" und einen "notwendigen Impuls für die Wirtschaft".
Fazit
Die Zeit drängt. Während die Rückbauarbeiten an Isar 2 voranschreiten, verspielt Deutschland mutwillig seine energiepolitische Zukunft. Die Stimmen der Kraftwerksmitarbeiter sollten als Weckruf verstanden werden. Eine Rückkehr zur Kernenergie wäre nicht nur ein Zeichen wirtschaftlicher Vernunft, sondern auch ein längst überfälliges Signal für einen echten Politikwechsel in Deutschland.

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